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Blogbeiträge (8)

  • ESSEN UND EDINBURGH HALTEN LEIB UND SEELE ZUSAMMEN

    Dezember 19, 2018 Das Sprichwort geht eigentlich anders, das ist mir bewusst. "Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen." Und jetzt kommt eben noch ein „E“ hinzu, denn Edinburgh ist zumindest etwas für die Seele. Ich habe 5 Tage lang überlegt, über welches Highlight auf dieser Reise ich schnattern soll: Edinburgh oder Essen? Betrachten wir einfach beides zusammen, denn beides zusammen ergab eine wunderbare Reise. Auch wenn gerade jetzt auf der Rückreise einer meiner Reisegäste meint, er könne das Wort „Essen“ nicht mehr hören, es bleibt ihm nicht erspart, auch noch einen letzten Imbiss zu verdrücken. Aber beginnen wir doch bei „A“, wie „Abends vor der Abreise kreiert mein Mann Schnittchen“. Das kann er wirklich sehr gut. Es entstehen kleine Kunstwerke, manche davon mit Leckereien so hoch aufgetürmt wie das Scott-Monument an der Princes Street. Damit habe ich wenigstens schon mal die Kurve zur Kultur gemeistert. Wir haben nämlich ein Date mit den beiden Stadtteilen Edinburghs, Old Town und New Town. Gut genährt mit Lachsforellenschnittchen, Salami-, Schinken-, Fleischwurst- und Käsebroten in unseren Bäuchen machen wir eine Stadtrundfahrt mit unserem schönen kleinen Minibus. Und weil wir zwischendurch auch noch leckere Süßigkeiten als Nachtisch hatten, geht der zweite Teil der Besichtigung zu Fuß weiter. Ich zwinge meine Gäste die ganze „Royal Mile“ rauf, vom Holyrood-Palast bis zur Burg. Eine Meile, wird jetzt mancher denken, das sind doch nur 1,6 km. Oh nein, meine Lieben. Es ist eine alte schottische Meile, und die hatte 1,8 km! Also 200 Meter mehr Kalorien abtrainieren. Es gibt allerdings schlimmere Methoden, sich wieder locker zu machen als eine wunderschöne Stadt abzuwandern. Aber ob wir denn nicht doch nochmal zwischendurch einkehren und ein kleines Glühweinchen zu uns nehmen? Bei „Deacon Brodie‘s Tavern“ ist es dann geschehen. Hier gibt es Glüh-Cider, und der ist auch ganz schön klasse wärmend und munter machend. Es ist schon dunkel, und einige Jahrhunderte zuvor war das die Zeit, in der Deacon Brodie, ein ehrbarer Geschäftsmann bei Tage, des Nachts auf Beutefang ging und in fremde Häuser einbrach. Tagsüber fertigte er, wenn seine Kunden gerade etwas anprobierten, heimlich Abdrücke von ihren Schlüssel in Knetmasse. Ich habe meine Schlüssel wohlweislich im Bus gelassen. Obwohl, der Barkeeper des Deacon Brodie sieht harmlos aus. Mr. Brodie soll übrigens die Inspiration zum Buch „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ gewesen sein. Das passt zur total vergeisterten und durchspukten Stadt Edinburgh. Hier gibt es alles: Geistermägde, Geisterladies, Geisterhunde, Geistergefolterte und Geistergrafen. Ja, sogar ein Geisterbus soll in der New Town schon gesichtet worden sein. Ich schwöre, das waren nicht wir! Wir kennen uns aus und spuken nicht im Dunkeln durch die schottische Hauptstadt. Es ist Zeit, wieder etwas zu essen. Bei Howies in der Victoria Street stehen wir schon eine knappe halbe Stunde vor der vereinbarten Zeit vor der Tür. Nun ja, so ist das bei uns Deutschen meistens. Immer schon früher anstehen. Aber unser Grund ist ausnahmsweise mal nicht der Hunger. Uns ist schlicht und ergreifend kalt. Doch Howie hat die Tische noch nicht eingedeckt, da gibt es keine Gnade. Eine mehr oder weniger schöne Queue, so heißt die eigentlich vorbildliche Schlange in Großbritannien, bilden wir bis zur vereinbarten Zeit vor der Tür. Beim Scott-Monument ist ein Fahrgeschäft namens „Star Flyer“ aufgebaut, das ich mir mutig auszuprobieren vorgenommen habe. Die Karussellkörbchen, in die man förmlich reingequetscht wird, schrappen hoch oben immer haarscharf an einer der gotischen Fialen vorbei. Das wollte ich erleben, und es ist toll! Was interessiert mich in dem Moment, daß es auf der Welt wohl kein zweites Monument für einen Dichter gibt, das so hoch ist. Ich bin da oben, schwebe über Edinburgh, mit der mutigen Unterstützung einer Mitreisenden, und versuche, ein paar Fotos zu machen. Hoffentlich fällt mein Handy nicht runter. Man kann bis zum Forth-Fjord sehen und zum Kingdom of Fife. Die Sicht ist heute klar. Die neue Brücke, Queensferry-Crossing, ist fertig und glitzert in der Ferne. Ja, sie glitzert, denn es ist astreines Wetter mit blauem Himmel, ohne Wolken und mit einem großen gelben Ball ganz oben über dem Land. Ein Edinburgher erklärt mir, man nennt es „Sonne“. Also ehrlich, so selten ist die ja nun in Schottland auch wieder nicht. Das Erlebnis ist viel zu schnell vorbei. Ich lande wieder inmitten des Weihnachtsmarktes und stürze mich sogleich auf eine Bude, wo Lachsbrötchen, „Schupf-Noodles“ und „Cheese-Spätzle“ im Angebot sind. Es ist halt ein „German Christmas Market“ in Edinburgh, und viele Aussteller kommen auch aus Deutschland. Hier zahlen wir sogar in Euro, und das 1:1. Das ist ja noch besser als der derzeit wegen Brexit ohnehin schon extrem vorteilhafte Kurs für uns. Ein Besuch der königlichen Yacht Britannia steht für einige von uns auf dem Programm. 1997 außer Dienst gestellt, fristet der schwimmende Palast jetzt sein Dasein als Museum und ist zur Zeit festlich geschmückt. Daß es hier ein tolles Café gibt, das royales Tea-Time-Feeling zaubert, schlachte ich nicht weiter aus, denn es geht ja hier nicht schon wieder ums Essen. Obwohl, ein leckerer kleiner Scone wird doch wohl noch erlaubt sein!? Weiter geht es in die Neustadt. Hier braucht man keine Sorge haben, daß es sich um eine moderne Satellitenstadt oder ähnliches handelt. "Neu" soll hier einfach den Unterschied zur mittelalterlichen Altstadt deutlich machen. Die Entstehung der Old Town ist ewig her. Ein Gletscher traf einst auf den Basaltfelsen, wo heute die Burg steht und kam nicht weiter. Zumindest nicht als ganzes Stück. In zwei Teile gespalten, schob er sich um den Felsbrocken herum und lagerte dahinter sein Geröll zu einem langen Rattenschwanz ab, auf dem heute die Old Town steht. So simpel - so ausreichend als Erklärung. Menschen kamen, bauten eine Festung auf dem Felsen und Häuser die spätere "Royal Mile" hinab bis zum "Holyrood Palace", den irgendwann ein schottischer König bauen ließ, weil es ihm wohl auf der alten Burg nicht mehr gut genug gefiel. Wer mehr und die korrekte Version der Geschichte erfahren will, muss halt einfach mal buchen und mitfahren. Und wer meint, Wolkenkratzer wären in Amerika erfunden worden, der irrt gewaltig, denn in der Edinburgher Altstadt gab es die schon im Mittelalter, und zwar bis zum 15 Etagen hoch. Sie hielten nicht immer und stürzten ein um das andere Mal auch ein. Hilfreich war hier der Architekt Patrick Geddes, der vernachlässigte Häuser renovierte, und wo das aussichtslos war, gnadenlos tabula rasa machte und den frei gewordenen Platz durch kleine Grünflächen ersetzte. So findet man heute, wenn man mal durch die kleinen Quergassen, den sogenannten "Closes" spaziert, den einen oder anderen kleinen Garten. Die Neustadt entstand dann im 18. Jahrhundert im Stil der Klassik. Georgianisch nennt das der Brite, denn Baustile benennt man auf der Insel nach dem jeweils zu der Zeit herrschenden Monarchen. Ich finde es sehr merkwürdig, daß der Gewinner der Ausschreibung, ein Jungspund von 26 Jahren, dann auch noch alle Straßen und Plätze nach Mitgliedern der königlichen Familie benennt, die gerade eben Schottland die Unabhängigkeit genommen hat. George II herrschte gerade, als die finale Schlacht von Culloden zwischen Engländern und Schotten tobte und den Traum von der schottischen Eigenständigkeit endgültig zu Nichte machte. Da gibt es also jetzt in der Neustadt einen George-Square, eine George-Street, einen Platz, der nach der Monarchengattin Charlotte benannt ist und eine Princes Street noch obendrauf, benannt nach den königlichen Sprösslingen, zu denen die royalen Hannoveraner traditionell ein eher schlechtes Verhältnis hatten. Aber Craig, der Architekt, hat sie mit einer Straße geehrt, die heute die Haupt-Einkaufsmeile ist und allerdings im Kontrast zu den anderen mit einigen architektonisch geschmacksverirrten Bauten eher hässlich daherkommt. Aber die Aussicht von dort auf die Gärten in der Kuhle vor dem Burgberg und auf die Burg selbst ist wunderbar. Soviel Geschichtliches macht wirklich hungrig. Wir haben uns glücklicherweise noch genügend Mettwürstchen aus unserem Bordbestand und auch Schnittchen. Die müssen schließlich weg. Ein "mulled wine" am Glühweinstand hinterher, und damit Kraft getankt für weitere Highlights der Stadt. Ich muß meinen Gästen unbedingt noch mein Lieblingsgeschäft "White Stuff" zeigen, das in Edinburgh einfach traumhaft ausgestattet ist. Echte begehbare Kleiderschränke verbergen hinter der Tür die Umkleidekabinen, und da steht man dann gleich in einer anderen Welt, denn hinter der Schranktür befinden sich unterschiedliche tiefe Räume, die entweder wie ein Badezimmer aussehen, ein Kinderzimmer oder eine Gartenlaube. Hier will man unbedingt etwas anprobieren, aber leider werde ich dieses Mal nicht fündig. (Aktuelle Anmerkung aus 2022: Der Laden hat nur noch die Kleiderschränke, aber keine Erlebniswelten mehr dahinter). Vollgestopft mit tollen Eindrücken fahren wir zurück in unser Schlosshotel "Carberry Tower". Was jetzt kommt, sollte klar sein: Ein leckeres Abendessen. Das haben wir uns verdient und speisen im Musikzimmer. Spätestens jetzt muß man sich deutlich klar machen, an welch historischer Städte wir hier wohnen. Carberry Tower Mansion House gehörte einst dem Bruder der Queen Mum, und es ist völlig klar, daß der ganze royale Clan hier häufig genächtigt hat.Und wo es Königs ausgehalten haben, kriegen wir das natürlich auch gut hin und genießen viele schöne Räume, Bibliotheken, eine Whisky-Ecke und probieren die ganzen königlichen Stühle und Couchen aus. Der Blick nach draußen schweift an einem 400 Jahre alten Baum vorbei. Zeit für einen Spaziergang durch das sehr große Areal bis zu der historischen Stelle, an der Mary, Queen of Scots, einst gefangen genommen wurde, bleibt uns leider nicht. Aber es ist schon jetzt klar, daß wir wieder hier wohnen werden, wenn wir diese Reise wiederholen. Auf dem Rückweg stoppen wir in Lindisfarne, über das ich einen separaten Post senden werde. Ein paar Mettwürstchen sind noch vorrätig, und Frikadellen und Kartoffelsalat beschwören die Heimat herauf. Unsere Reise, die mit Essen begann, mit Essen aufhörte und zwischendurch viel schönes Edinburgh bereit hielt, geht zu Ende. Ich freue mich auf 2020. Aktueller Nachtrag aus 2022: In 2020 konnten wir trotz Pandemie unsere Schottlanreise durchführen. Ich bedanke mich bei den Gästen, die mit dabei waren zu einer Zeit, die ungewiss war, wo sich viele noch ängstlich verkrochen haben, obwohl im Sommer schon wieder gereist werden durfte. Es war eine Reise mit wenigen Gästen, einem sehr "leeren" Schottland, wo Abstand halten automatisch bestens möglich war, denn es war ja kaum ein Tourist dort. Das ist etwas, was wir wahrscheinlich nie wieder erleben dürfen. Wobei wir natürlich eine Pandemie auch nie wieder erleben wollen. Ein großes Dankeschön auch an die beteiligten Hotels, die uns ein absolut sicheres Gefühl gegeben haben und damit sämtliche Vorurteile zerstreut haben. Wir hatten sich nicht, aber leider viele Menschen bei uns zu Hause.

  • Vorhang auf! Die norwegische Frühstücks-Show

    Eigentlich war nur Urlaub angesagt. Kurzurlaub zumindest. Aber ich kann halt nicht anders als auch das eine oder andere anzugucken und auf mögliche Tauglichkeit für zukünftige Reisen zu prüfen. So auch hier in Oslo über Weihnachten 2019. Doch kommt der Spaß dabei definitiv dieses Mal nicht zu kurz, und das geht schon beim Frühstück los. Das Scandic Hotel Holmenkollen Park gefällt mir gut, obwohl es schon ein wenig in die Jahre gekommen ist. Aber in Norwegen ist man ohnehin nicht auf Luxus und wunderprächtige Optik gepolt, das habe ich schon allzu oft festgestellt. Die Hotels sind nett, aber schwer einer Kategorie zuzuordnen. Und vielleicht ist das sogar gut so. Einstufung in Hotelsterne gibt es in Norwegen noch gar nicht so lange, aber seien wir mal ehrlich: Es gibt doch so viele Unterschiede und besondere Feinheiten. Von mir aus sollen die diese Einstufungen abschaffen und einfach nur beschreiben, was das Hotel hat oder nicht hat. Geschmäcker sind bekanntermaßen so extrem verschieden, dass sowieso der eine einem Hotel schwärmerisch 4 Sterne attestiert, und der andere direkt im Anschluss meint, man könne es hier keinesfalls aushalten. Doch zurück zum Holmenkollen. Das ist quasi der Hausberg der Osloer. Hier ragt die Skisprungschanze in den Himmel, und hier steht das Hotel, das aussieht, als wäre es eben der Wikingerzeit entsprungen. Holz überall, gemütliche, typisch norwegische Stuben mit dem obligatorischen Elchkopf über dem Kamin. Und von außen Verzierungen, die einen an Wikingerschiffe erinnern. Hierhin wollte ich immer schon mal, und jetzt endlich stehe ich dort, bzw. sitze am Frühstückstisch, umgeben von einem üppigen Frühstücksbuffet, das niemand eigentlich ganz und gar bewältigen kann. Von den unterschiedlichsten Brotsorten, über Fische in endlosen Variationen, dem süßlich-karamelligen, bräunlichen „Geitost“ (Ziegenkäse), kompletten Gemüsepfannen, die als Mittagessen durchgehen, bis hin zum „blöd gekochten Ei“ gibt es alles Mögliche. Natürlich meint der Norweger damit ein weich gekochtes Ei, aber meine wortwörtliche Fantasie-Übersetzung gefällt mir halt besonders gut. Ich liebe übrigens auch „Bløt-Kake“, das ist Sahnetorte. Wer hätte sowas Leckeres hinter so einem Begriff vermutet? Ich entscheide mich, zum Frühstück auf Styling und Schminke zu verzichten. Schließlich bin ich im Urlaub, mich kennt hier keiner und der Norweger gilt ja auch als relativ tiefenentspannt. Dennoch sind natürlich eine ordentliche Jeans und ein Pulli an Bord. Aber darauf hätte ich tatsächlich verzichten können, denn was sich mir an Menschen beim Frühstück präsentiert, ist höchst außergewöhnlich und lässt mich zweifeln, ob der Norweger nun tiefenentspannt oder schlichtweg verrückt ist. Selbstverständlich sind auch Touristen aller möglichen Nationen hier, aber die Einheimischen überwiegen ganz klar. Da laufen Kinder im Schlafanzug rum. Ok, ist noch akzeptiert, denn wahrscheinlich sind die Eltern froh, sie überhaupt an den Frühstückstisch zu kriegen. Aber da! Ein Mann im Schlafanzug! Es ist kaum zu glauben, aber wahr. So sehr ich mich auch bemühe, mir irgend eine neue Art von Jogginganzug vorzustellen, es führt zu nichts. Es ist und bleibt ein Schlafanzug! Auch auf einem solch hastig-heimlich aufgenommenen Foto kann man das noch gut erkennen. Die Frisur des jungen Mannes ließ darüberhinaus deutlich erkennen, dass er vom Bett direkt an den Frühstückstisch gefallen war. Die Haare standen in alle Himmelsrichtungen ab und waren wirklich noch nicht annähernd in die Nähe eines Kammes gekommen. Dann taucht eine Frau auf, die in einer Art Trance-Zustand ihren Teller mit Rührei Richtung Tisch balanciert. Damit sie dabei nicht über irgendwelche Absätze stolpert, hat sie einfach gar keine Schuhe angezogen, sondern läuft auf Socken. Menschen im Hotel! So einen Roman hat es mal gegeben. Ich könnte ihn neu schreiben. Ein kleines Mädchen wurde von der Mutter ganz fein herausgeputzt. Immerhin ist das hier ein Weihnachtsfrühstück, oder mildern wir es mal ab als Frühstück am Morgen des Heiligen Abends. Es ist aber auch zu vermuten, dass beim Outfit der Kleinen zwei Meinungen aufeinander trafen: Kind will unbedingt ein weihnachtliches, ärmelloses Bling-Bling-Paillettenkleidchen anziehen, und die Mutter weist daraufhin, dass es Winter ist und empfiehlt ihr bei Null Grad wenigstens warme Schuhe. So kommen die fetten, pink farbigen Gummistiefel zum Outfit hinzu. Es ist ein Anblick, zu dem ich immer wieder rüberschauen muss! Ein Foto ist nicht möglich, denn das Mädchen flitzt die ganze Zeit um die Tische herum. In Gummistiefeln rennt es sich halt schneller als in Schuhen mit Absätzen. Und sie muss sich definitiv warm laufen, denn das Bling-Bling-Kleid lässt sie sichtlich frösteln. Ein kleiner Junge kommt an unseren Tisch und präsentiert seinen Schlafanzug mit Autos drauf. Ein Mann tapert mit einem blöden Pulli mit grinsendem Rentier drauf vorbei. Na ja, daran ist man ja auch bei uns seit „Bridget Jones“ gewöhnt. Nun bin ich überaus gespannt, wie das hier heute Abend beim Weihnachtsbuffet, dem berühmten Julbord aussehen wird. Ich mache mir heftige Gedanken, ob ich mit einer leicht schimmernden Hose und einer relativ eleganten Bluse nicht hoffnungslos over-dressed bin. Mein Mann denkt gar an ein weißes Hemd mit Jackett! In diesem Sinne: Fröhöliche Weihnacht!

  • PARIS - OHNE REISEBUS - OHNE CHAUFFEUR

    November 01, 2017 Ich mach’s nochmal! Nach Paris mit dem Zug, obwohl ich mittlerweile weiß, wieviel umständlicher das ist im Vergleich zu unseren bequemen Busreisen mit Chauffeur, aussteigen direkt am Hotel, kein grossses Koffergeschleppe durch die Métro-Untergründe und  mit gemütlicher Atmosphäre an Bord. Die Verbindung ab Dortmund mit dem Thalys ist natürlich zeitlich kaum zu toppen, das ist ein Vorteil. In knapp 5 Stunden ist man am Nordbahnhof. Bequem ist es auch, und die Beinfreiheit gut. Ich habe mir die erste Klasse gegönnt, wobei „gönnen“ es in diesem Falle nicht ganz trifft, denn die erste Klasse hatte zu meinem Buchungszeitpunkt kaum einen höheren Preis als die zweite.  Man sollte also bei der Suche wirklich auch die Preise zwischen erster und zweiter Klasse genau vergleichen. Ein Zugbegleiter (ein äusserst smarter noch dazu) bietet Kaffee und Croissants an, und ich würde ihm alles abkaufen, habe aber im Moment weder Durst noch Hunger. Er sagt, er kommt kurz vor Brüssel nochmal vorbei. Hoffentlich sind wir bald in Brüssel und hoffentlich habe ich dann Durst! Als ich dann mein Portemonnaie zücken will, ereilt mich die freudige Botschaft, dass ein gewisses Maß an Verpflegung in der ersten Klasse gratis ist. Eine angenehme Überraschung, kenne ich doch ansonsten die leicht astronomischen Preise für Snacks und nicht wirklich guten Kaffee in unseren DB-Zügen. Die Zeit vergeht wie um Fluge, ich zocke die ganze Zeit so ein verdammtes „Klötzchenspiel“ am Handy, eines mit Suchtpotential. Eigentlich wollte ich schlafen nach einer schlechten Nacht vor der Reise. In Brüssel offeriert der Zugbegleiter nochmal Mineralwasser oder Saft. Gern, merci beaucoup. Die Durchsage, dass wir bald in Paris sind, erfolgt mit überaus  charmantem französischen Akzent in der deutschen und englischen Version: „Ladiiies and Schäntlemän — meine Damend un Erren.“ Dann ist das Ziel erreicht. Und jetzt beginnt es ungemütlich zu werden. Per überfülltem Linienbus und Sucherei nach der Bushaltestelle für die richtige Linie, per Métro, mit x-mal umsteigen (auch überfüllt) und dann auch noch mit Gepäck zu Fuß weiter zum Hotel. Die Pariser Métro ist preisverdächtig in puncto „Wie mache ich es Reisenden mit Gepäck besonders schwer?“ Gar nicht zu denken an Menschen mit Handicap. Treppe rauf, Treppe runter, Gepäck vor mir von der Klapptür einklemmen lassen oder lieber hinter mir? Jemanden zur Befreiung um Hilfe rufen? Es nervt. Aber ich habe es so gewollt, und ausserdem ist dies kein lässiger Urlaub, sondern ein Informationstrip, auf der ich meiner Mitarbeiterin ein Stück Frankreich zeigen will. Da eignet sich halt auch keine organisierte Busreise. Also: Augen zu, Koffer schleppen und durch!

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Seiten (98)

  • Die Reiseverführer | Individuelle Reisen Schottland, Island, Irland

    WILLKOMMEN BEI DEN REISEVERFÜHRERN Marek Malinowski-Quiatek | Kirsten Knoch | Gabi Quiatek | Büro Hochofenstr. 24 Hier finden Sie individuelle Reisen, für Sie nach Maß geschneidert und unsere bewährten, geführten Busreisen im Wohlfühlbus. Infos hier SCHOTTLAND INDIVIDUELL Infos hier ISLAND INDIVIDUELL Infos hier RUNDREISEN IM WOHLFÜHLBUS IRLAND INDIVIDUELL Infos hier Immer vorrangig informiert sein Vorname Nachname E-Mail-Adresse Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Datenschutz Gute Neuigkeiten abonnieren Vielen Dank, dass Sie von uns hören möchten. Hochofenstr. 24 (Eingang: Am Heedbrink) | 44263 Dortmund | Tel.: 0231 41 61 61 | WhatsApp: 01512 41 61 61 1 | Mail: urlaub@quiatek.de Öffnungszeiten Büro vor Ort: MO | DI | DO | FR von 10:00 h - 18:00 h auf Termin Hier Kontakt auf nehmen. Einfach mal was fragen. Womit dürfen wir Ihnen helfen? arrow&v Absenden Vielen Dank für die Anfrage Foto und Video Credits: Alle Fotos mit freundlicher Genehmigungvon Visit Scotland #scotlandisnow. Credit: Kenny Lam | island: Visit Icleand | Irland: TourismIreland

  • Silvester im Schwabenland

    SILVESTER IM SCHWABENLAND BUCHUNG HINWEISE UNTERKUNFT LEISTUNG/PREIS Druckversion 27.12.22-1.1.23 AUSGEBUCHT Jahreswechsel im Schwabenland. Und wir geizen nicht mit Sehenswürdigkeiten, Abwechslung und guter Laune. 1 ANREISE NACH EHINGEN Es geht los. Wir machen uns auf ins Schwabenland nach Ehingen. Die Stadt liegt an der Donau und bezeichnet sich selbst als Narrenstadt. Nun, da scheint es dann einiges zu schmunzeln zu geben, wie wir gemeinsam auf einem Stadtrundgang erleben werden. Doch bis dahin genießen Sie erst einmal die erste Nacht im Hotel Adler**** und vor allem noch einen Aufenthalt unterwegs in Heidelberg. Abendessen im Hotel. 2 EHINGEN ERLEBEN Heute wird es närrisch, und genau so stimmen wir uns langsam auf den Jahreswechsel ein. Ein Stadtführer wird uns auf der Tour "Von Narrheit und Torheit" unterhaltsam durch die Stadt führen. Die "Fastnet" ist der närrische Höhepunkt in Ehingen, doch hat die Stadt weit mehr Närrsiches zu bieten. Schmunzeln und staunen sind für die nächste Stunde angesagt. Bevor wir dann abends zum - ebenfalls unterhaltsamen - Bierseminar laden gestalten Sie den Nachmittag nach eigenen Wünschen. Bummeln durch die Geschäfte, Freizeit bei Kaffee und Kuchen genießen oder auf zum Wolfertturm mit den umliegenden Parkanlagen im Winterflair. Eislaufen geht auch auf der Natureisebahn im Stadtpark - aber zuschauen ist auch gut. Abendessen mit Bierseminar im Hotel. Ziemlich aristokratisch geht es heute zu. Zumindest werden wir beim Besuch der Burg Hohenzollern an Preußens Könige und die Fürsten von Hohenzollern erinnert. Wanderfreunde unternehmen vielleicht gern einen Rundgang durch das waldreiche Gelände zur Burg, und wer es bequem haben möchte, nimmt den Pendelbus. Eine Führung durch die Burg kann gegen Aufpreis gebucht werden (Eintritt altersabhängig ab € 22,-). Nach diesem royalen Natur- und Festungserlebnis können Sie in Tübingen bei einem individuellen Bummel den Nachmittag verbringen. Rückfahrt nach Ehingen und Abendessen im Hotel. 3 HOHENZOLLERNBURG | TÜBINGEN Beschaulich schön, historisch spannend und ganz besonders blau, das ist Blaubeuren. Wir besuchen es am Vormittag. In diesem hübschen Örtchen kann man sich richtig wohlfühlen und vor sich hinbummeln - und vor allem überprüfen, ob der Blautopf wirklich blau ist. In ca. 1,5 km sind Sie mit einem Altstadtrundgang fertig und verlassen die Stadt Richtung Benediktinerkloster, das damals streng von der Innenstadt getrennt war. Der Nachmittag ist für Ulm reserviert. Und hier kann, wer mag, ganz hoch hinaus, denn immerhin hat das Ulmer Münster den höchsten Kirchturm der Welt. Sie mögen sich das lieber von unten ansehen? Ganz wie Sie wollen. Ihr Nachmittag ist völlig frei. Rückfahrt nach Ehingen und Abendessen im Hotel. 4 BLAUES UND HOHES 5 SILVESTERFEIER Am letzten Tag des Jahres erkunden wir die Region südlich von Ehingen und finden in Biberach an der Riß eine hübsche Altstadt. Dann heißt es vorbereiten auf den Jahresabschluss. Ein 5-Gang-Abendessen wird im Hotel serviert, und selbstverständlich wird die Zeit bis Mitternacht durch ein Programm überbrückt (Angebot/Ablauf noch nicht bekannt), und ganz traditionell gibt es viel zu lachen bei unserem fantastischen Schrottwichteln - mit überraschenden Geschenken, die einfach jeder haben will!! Stoßen wir dann gemeinsam an auf ein neues Jahr und nehmen uns was vor? Außer Gesundheit dann doch eher nichts. Oder aber, noch oft gemeinsam zu reisen. 6 HEIMREISE Herzlich willkommen im neuen Jahr. Nach einem späten Frühstück treten wir gegen Mittag die Heimreise an. LEISTUNGEN € 977,- Fahrt im Wohlfühlbus mit und Verwöhnservice (Beförderungsleistung durch Suerland Reisen Borchen) 5 Nächte im Hotel Adler in Ehingen**** 5x Frühstück 4x Abendmenü Bierseminar mit Verkostung und Führung durch die Welt der Biere 1x Silvestergala-Dinner (Programm noch offen) Kaffee und Sekt AI auf der Hinfahrt Alle Ausflüge wie beschrieben Stadtführung Ehingen Stadtführung Ulm Tourguide-System inkl. Kopfhörer zum Hören mit Abstand Reiseleitung Pro Person im Doppelzimmer EXTRAS Zuschlag Einzelzimmer € 85,00 HOTEL Hotel Adler | Ehingen REISE VERBINDLICH BUCHEN Die Silvesterreise nach Ehingen vom 27.12.22.-1.1.23 möchte ich verbindlich buchen. Reiseanmelder arrow&v Weitere Reiseteilnehmer Wählen Sie ihr Zimmer Doppelzimmer Bad od. Du/WC Anzahl Einzelzimmer Bad od. Du/WC Doppelzimmer m. Zustellbett Wählen Sie einen Abfahrtsort Abfahrtsort arrow&v Ich bin einverstanden, dass meine Daten zur Kontaktaufnahme und für eventuelle Rückfragen dauerhaft gespeichert werden. Diese Daten werden nur zur Bearbeitung Ihres Anliegens verarbeitet. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unseren Datenschutuzbestimmungen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen durch eine Email an: datenschutz@quiatek.de Datenschutzbestimmungen lesen Ich bin an Neuigkeiten aus der Reisewelt interessiert und möchte den Newsletter abonnieren. Jetzt verbindlich buchen Wir prüfen Ihre Buchungsanfrage und melden uns zurück

  • SCHOTTLAND individuell

    SUPER-HIGHLAND-LANDSCHAFTS-STARK Mit freundlicher Genehmigung von Visit Scotland #scotlandisnow Highlands - Fjorde - Seen - Verwunschene Landschaften - Einsamkeit - Whisky - Massive Burgen - Edle Schlösser Dramatische Küsten - Geschichte und Geschichten - Gastfreundschaft - Kleine Dörfer - Überschaubare Städte 12 Nächte FAMILIENREISE INFOS HIER 5 Nächte ESSEN UND WANDERN IN FIFE INFOS HIER HIGHLAND SAFARI, BURGEN, GÄRTEN INFOS HIER 7 Nächte BAUSTEN ISLE OF SKYE INFOS HIER 4 Nächte INFOS HIER FAMILIENREISE KOMFORT 12 Nächte VON EDINBURGH BIS CAIRNGORMS INFOS HIER 7 Nächte DURCH DIE SCHOTTISCHE MITTE INFOS HIER 9 Nächte HAUS-ZU-HAUS-TOUR INFOS HIER 6 Nächte 10 Nächte INFOS HIER HIGHLANDS UND HEBRIDEN INFOS HIER EDINBURGH INTERMEZZO 3 Nächte INFOS HIER BEAUTIFUL FIFE 5 Nächte NC 500 NORDROUTE INFOS HIER 11 Nächte WOHNMOBIL TOUR INFOS HIER 14 Nächte REISE ANFRAGEN Vielen Dank für Ihr Interesse. Für eine perfekte Reise ist ein persönliches Gespräch unerlässlich. Dazu füllen Sie bitte das folgende Anfrageformular aus. Bitte geben Sie uns folgende Infos: Für welche Reise interessieren Sie sich? Bitte auswählen arrow&v Ich interessiere mich für Angebote zu fanderen Ländern: Bitte auswählen arrow&v Anzahl Teilnehmer Früheste Abreise Budget p. P. ohne Flug Hier dürfen Sie gern noch Genaueres mitteilen: Ich bin einverstanden, dass meine Daten zur Kontaktaufnahme und für eventuelle Rückfragen dauerhaft gespeichert werden. Diese Daten werden nur zur Bearbeitung Ihres Anliegens verarbeitet. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unseren Datenschutuzbestimmungen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen durch eine Email an: datenschutz@quiatek.de Datenschutzbestimmungen lesen Ich bin an Neuigkeiten aus der Reisewelt interessiert und möchte den Newsletter abonnieren. Anfrage einreichen Vielen Dank! Wir melden uns schnellst möglich bei Ihnen. Bitte überprüfen Sie dazu all Ihre Emailpostfächer, damit unsere Antwort nicht verloren geht.

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