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Hurtigrutige Fakten

Ihr Lieben, ich begleite ja nun seit 2 Tagen meine Expeditionsheldin auf ihrer Antarktisreise, wenn auch nur virtuell vom Laptop aus als Berichterstatterin. Sie ist auch schon - hurtig, hurtig - auf dem Weg nach Süd-Georgien. Ab da gibt´s Pinguine, versprochen. Ich habe mir zumindest einen einzigen für mich gewünscht. Direkt vor die Linse und dann per W-Lan über die Meere in mein Handy. Und dann pinguint das hier im Blog auch ganz gewaltig, möchte ich mal ankündigen.

 

Bevor es aber so richtig losgeht, möchte ich euch das Expeditionsschiff MS Fram und auch die Philosophie von Hurtigruten vorstellen.


Die Fram gibt es zweimal. Wie das? Die eine, gebaut im Jahre 1892, steht im Fram-Museum in Oslo auf der Museumshalbinsel Bygdøy, die andere, gebaut im Jahre 2007 und renoviert im Jahre 2022, schwimmt gerade von Punta Arenas durch die Magellan-Straße Richtung Falkland Inseln im Südatlantik. Die alte Fram ist aus Holz, die neue ..... nicht. Die Farben rot, schwarz und weiß haben beide Schiffe gemein. Tradition halt. Alle Hurtigruten, auch die Postschiffe in Norwegen, haben diese Farben.

Die neue Fram hat zwei Restaurants und einen Außengrill. Die alte.... natürlich nicht. Wir alle wissen, Fridtjof Nansen, Otto Sverdrup und Roald Amundsen waren nicht zum Grillen und Essen auf See. Meine Expeditionsheldin natürlich auch nicht, aber ein bisschen schöner will man es heute schon haben, auch wenn das Bild auf dem Fernseher im Informationsraum dazu einlädt, sich mit dem uns innewohnenden Wissenschaftler zu verbinden.

Und damit komme ich zum Thema der Expedition und der Philosophie der Hurtigruten-Expeditionsschiffe.

Ich bediene mich bei den Ausstattungsdetails der Informationen auf der Seite der Reederei.

Das Schiff wurde speziell als Expeditionsschiff mit höherer Eisklasse konstruiert. Zur technischen Ausstattung gehören Kartierungstools, eine Tiefenlot-Datenbank, ein nach vorne ausgerichtetes ausfahrbares Sonar, Eisberg-Suchscheinwerfer, ein eigenes Trackingsystem, ein extragroßes Selbstversorger-Öltanksystem sowie ein spezielles Deck für Expeditionsgeräte, das der Größe eines Autodecks für 25 Fahrzeuge entspricht. Wir finden, dass jeder Entdecker ein Expeditionsschiff braucht, das als komfortables Base Camp auf See dient. Es sollte für alle Ozeane geeignet, sicher, flexibel und umweltfreundlich sein. Und genau diese Voraussetzung erfüllt Fram – sie ist einfach das beste Expeditionsschiff, das man sich nur vorstellen kann.

Beeindruckend, nicht wahr? Das sind technische Begriffe, da muss der Laie erstmal doppelt lesen und gut drüber nachdenken. Eisberg-Suchscheinwerfer, das ist doch fantastisch. Dabei fällt mir gerade ein, dass ich ein Modell der Titanic von einem Freund zur Verfügung gestellt bekomme für mein Schaufenster. Er hat, da ich Zweifel an einer solchen Dekoration hatte, auch gleich den Slogan dafür mitgereicht: "Mit uns erreichen Sie ihr Ziel".

Aber lassen wir das.

Zurück zur MS Fram. Fram bedeutet übrigens "vorwärts". Ist das nicht schön? Genau so sollten wir denken. Immer vorwärts, immer in die Zukunft ausgerichtet. Und die Zukunft möchte von uns Umweltverträglichkeit. Das nimmt man bei Hurtigruten sehr ernst.

Die Schiffe sind klein, was vielen meiner Kunden sehr entgegen kommt. Ich oute mich da, ich liebe große Schiffe, aber die kommen halt nicht in alle Regionen und nicht in alle interessanten Häfen.

Wenn die MS Fram anlegt, dann wirft sie keinen Anker aus. Sie hat nämlich gar keinen.

Sie kann mit ihrer Technik die Position selbst halten. Dadurch wird der Seegrund geschont und sie kann ihre Position im Bedarfsfall schnell ändern.


Die Gäste finden auf ihrer Kabine eine solche Flasche vor. Es stehen Wasserspender zur Verfügung, um sie zu füllen. Dadurch werden jede Menge Plastikflaschen eingespart. Mittlerweile über 50.000. "Die nehmen Umweltschutz richtig ernst".

Es gibt viele weitere kleine und große Dinge, um die Umwelt nicht zu schädigen, oder nicht zu sehr. Sprechen wir aber nicht nur von Umweltschutz, sondern auch einmal von Gästeschutz. Meine Expeditionsheldin meint: "Die Betreuung ist schon super, da bleiben keine Wünsche offen. Fühle mich gut aufgehoben." Sie hat mir nun schon von Beginn der Buchung an des Öfteren gesagt, dass sie das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekommt. Ehrlich, wer sich so erfreuen kann, dem ist eine tolle Reise mehr als gegönnt.

Ich hoffe nur, die Besatzung denkt nicht, sie hätte sich liften lassen, weil sie nicht mehr anders kann als grinsen. Man kennt ja diese Effekte. Aber Spaß beiseite, meine Fantasie geht mit mir durch.

Meine Expeditionsheldin holt sich gerade lieber die Ausrüstung für die Landausflüge ab, inklusive Gummistiefel. Und jetzt grinse ich aber mal. Es grüßt... das Michelin-Männchen, so wie das aussieht.

Zum Abschluss des heutigen Blogposts gibt es für euch eine Bildergalerie mit Impressionen aus dem Inneren des Schiffes. So sieht es an Bord aus, und ich finde, das kann man sehr gut aushalten. Ein richtig schönes Ambiente. Man will ja schließlich auch nicht leben wie ein Hund.. ähm, Pinguin?


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